... ein kleines Biest zum Schluß!
Auf unserer letzten Etappe ging es heute von Rothaus über 21km zurück zum Titisee. Schon zu Beginn der Etappe ging das Rätseln los, wo geht es denn nun wieder lang? Zum Glück war der Weg dann nach den ersten Kilometern recht gut ausgeschildert. So ging es bei sonnigem, aber windigem Wetter im strammen Schritt erstmal in Richtung Lenzkirch. Der Weg war heute sehr angenehm zu gehen, eine gute Mischung aus Wald & Strasse. Auch die Steigungen hielten sich im ersten Abschnitt noch in Grenzen. Wir kamen also gut voran!
Die heutige Etappe führte uns von Höchenschwand nach Rothaus. Die Etappenlänge war wohl aus Rücksicht der beiden letzten Touren auf nur 14km festgelegt. So ging es die ersten Kilometer auch schön gemütlich bergab, bis wir am Stausee Schwarzabruck angekommen waren. Da ab hier der nächste Streckenabschnitt gleich mit zwei schweren Anstiegen verzeichnet war, haben wir uns im Café Drehzahl erstmal eine kleine Apfelschorle und ein Stück Elbenbrot gegönnt.
Uff, was für ein Tag! Es muss ja auch nicht immer Spaß machen.
Es fing schon damit an, dass wir schlecht geschlafen haben. Morgens sind wir verhältnismäßig spät aus Todtmoos weggekommen. Im Ort musste Frank noch ein paar Müsliriegel kaufen, weil sein Elbenbrot fast aufgebraucht ist. Während Frank einkauft, beschäftige ich mich mit meinem IPhone, das hat plötzlich Problem mit dem GPS Empfang und trackt nicht mehr vernünftig.
Was für mich die Etappe zum Feldberg war, war die heutige Etappe für Frank, eine Angstetappe. Nebenbei war es auch noch die Königsetappe unserer Tour. 950 Höhenmeter galt es auf 22km zu bewältigen. Für uns Flachlandtiroler schon ein hartes Stück Brot. Gefühlt gab es daher heute nur eine Richtung, nach oben! Schon zu Beginn der Tour ging es direkt in einen steilen Anstieg, der kein Ende finden wollte.
...lacht der Himmel! Uns nun als Engel zu bezeichnen, ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber zumindest heute hat es ansatzweise gestimmt!
Beim Frühstück haben noch alle traurig aus dem Fenster und anschliessend auf die ausgehangene Wettervorhersage geschaut. Der Himmel bedeckt mit dunklen Wolken und schwere Gewitter sind vorhergesagt. Wir entscheiden uns für warme Wanderkleidung. Zumindest Frank geht komplett in "lang", bei mir ist es nur das Hemd! Die Hose trage ich im Moment beim Wandern lieber kurz.
... oder erstens kommt alles anders und zweitens als man denkt!
Eigentlich begann der Tag wie immer, 7:20 Uhr klingelt der Wecker. Waschen, anziehen, ab zum Frühstück, Sachen packen und auf die Piste. Frank legt am ersten Anstieg mal wieder ordentlich vor und um den Vogel noch abzuschießen, telefoniert er dabei auch noch locker. Bei mir macht sich dabei wieder die Dampflok bemerkbar. Da es sich heute um die zweite Extraschleifenetappe handelt, hoffe ich innerlich, dass wir auf die Extraschleife verzichten und direkt ins Hotel einchecken. Den Tag könnten wir auch gut als "Ruhetag" nutzen.
Feldberg -> Notschrei -> Schauinsland -> Notschrei
Heute lag die erste Tour mit einer Extraschelfe vor uns! Sprich man rennt erstmal zum Etappenziel um dort eine Apfelschorle zu schlürfen, damit man anschliessend weiter läuft um auf die angegebenen 23 km zu kommen! Es sind am Ende aber 25 km geworden, weil wir mal wieder ein Problem mit der Beschilderung hatten, die aber ansonsten heute mal erstaunlich gut war.
... wir ziehen, fallera. Jawohl und diesmal sogar pünktlich! Um 9:23 Uhr ging es nach einer schlecht geschlafenden Nacht und einen guten Frühstück gestärkt in Richtung Feldberg. Meine Angstetappe erwies sich dabei erstmal als recht freundlich. So ging es leicht bergan, an einem schönen Waldsee vorbei und über befestigte Waldwege. Auch wenn Sonne und Waldsee zu einem kurzen Bad einluden, haben wir dankend abgelehnt! Noch waren wir fit und unsere Badehosen waren in unseren Koffern, die ja mit dem Auto ins nächste Hotel gebracht wurden.
So habe ich mich heute angehört, wie eine Dampflok auf zwei Beinen. Den ersten leichten Anstieg schaffe ich noch locker, kann mich sogar noch mit Frank unterhalten. Aber dann! Während Frank hier scheinbar unbeeindruckt mit hängenden Armen die Berge steigt und immer gut 10 Meter Vorsprung hat, schleiche ich laut schnaufend hinterher.
Nein, wir pilgern nicht, wie nehmen uns "nur" den 160km Rundkurs der Wanderidee in den nächsten 9 Tagen vor.
Ab Freitag werden wir hier dann jeden Abend von unseren Touren berichten, los geht es vom Titisee nach Hinterzarten.
















